Freitag, 1. Februar 2013






Die Dinge überschlagen sich weiter. Das Thema Endlichkeit brach gestern über mich herein. Nicht ganz unvorbereitet, dennoch in dieser Konzentration mir den Boden unter den Füßen wegreißend. Mitmenschliche Endlichkeiten. Eine neue Krankheitsdiagnose und eine Wegetrennung. Lebenszeit ganz neu auf dem Prüfstand. 

Der meine Träume finanzierende Job vollkommen in Frage gestellt. Hat ein Leben vernünftig oder leidenschaftlich zu sein? Bisher musste ich mich immer entscheiden. Vernünftig leidenschaftlich sollte es doch aber sein... für das Glück bis zum Tag X der Endlichkeit. 

Ich habe ein Problem mit der Endlichkeit. 
Wahrscheinlich ist das der Grund für meine unstillbare Steinesammelsucht. Steine viel lieber als gebrechliche Muscheln. Versteinerte Seeigel am liebsten. Aus zwei Gründen - sie sind irgendwie in die Unendlichkeit übergegangen und sie sind einfach grafisch perfekt. Schwarz-Weiß, immer das gleiche Muster und doch sieht ein jeder anders aus. Und ich finde sie auf dem Darß - natürlich. 

Ich arbeite gerade an ersten Studien und Projekten - ein weiteres Leporello ist fertig - meine Seeigelzeichnungen auf handgeschöpftem Papier. 
Eine Arbeit, mein TUN und SEIN im HIER und JETZT der Endlichkeit ein wenig trotzend.